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Neuigkeiten für Mieter

Schaufenster in die Welt der Logistik-Forscher

Das Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik (IML) gehört weltweit zu den Spitzenforschungseinrichtungen. Und der Standort an der Emil-Figge-Straße wird jetzt weiter ausgebaut.

Zum einem soll eine neue Halle errichtet werden - mit einem „Schaufenster der Logistik”, der allen interessierten Dortmundern unkompliziert einen Einblick in Forschung geben soll. Zum anderen soll auch der „Logistik-Campus NRW” auf dem Areal des IML erbaut werden.

Zwei Neubauprojekte sollen auf dem Gelände des Fraunhofer-Insituts für Materialfluss und Logistik realisiert werden: Der "Logistik - Campus NRW" (gelbe Fläche) und eine neue Halle (rote Fläche) an der Ecke Emil-Figge-Straße / Joseph-von-Fraunhofer-Straße Foto: Hans Blossey Montage: Jörg Schimmel

 

Rund 1500 Quadratmeter groß wird die neue Forschungshalle, die auf der Grünfläche westlich vorm bestehenden IML-Gebäudekomplex an der Ecke Emil-Figge-Straße / Joseph-von-Fraunhofer-Straße bis Herbst 2010 fertiggestellt sein soll. „Schwarm-Technologien” wol-le man dort entwickeln: intelligente fahrerlose Transportsysteme, die gegenüber konventionellen Systemen Energie und Platz sparen sowie gleichzeitig als intelligentes Lagersystem dienen sollen. Ein Beispiel: Gepäckförderbänder an Flughäfen laufen, auch wenn nur noch ein Koffer auf dem 100-Meter-Band kreist. Das kann effizienter organisiert werden.

Auch der „Logistik-Campus” - ein Seminar- und Hörsaalgebäude - für den das NRW-Innovationsministerium 6 Mio Euro bewilligte (die WAZ berichtete), soll auf dem Areal des IML erbaut werden. Dabei ist an die freie Fläche in Richtung B1 auf der IML-Rückseite gedacht. IML-Sprecher Stefan Schmidt: „Wir möchten, dass man auch von der B1 noch sieht, dass hier Logistikforschung für NRW und die Welt gemacht wird.” Man denke darüber nach, ob das Gebäude sechsstöckig und damit gut sichtbar erbaut wird. Der „Logistik Campus” ist ein Teil der TU Dortmund, mit der die IML-Wissenschaftler intensiv kooperieren.

Nach zwei erfolgreichen Runden im Wettbewerb „Spitzencluster” des Bundesforschungsministeriums hegt IML-Leiter Prof. Michael ten Hompel aktuell auch berechtigte Hoffnung, dass im Oktober 2009 - dann wird im Ministerium entschieden - ein weiterer kräftiger Schub für die Logistik am IML erfolgt: Das Projekt „LogistikRuhr, Logistik 2.0: individuell bewegen”, dass zusammen mit dem Fraunhofer Institut IMS (Duisburg) und der Uni Essen/Duisburg, aufs Gleis gehoben wird, soll in Fahrt kommen. Wenn die Förderung kommt, könnte die Zahl der gegenwärtig 191 IML-Mitarbeiter und der 250 wissenschaftlichen Mitarbeiter kräftig wachsen.



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